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Insolvenz

Eine Insolvenz (lateinischinsolvens‚ von solvere ‚zahlen‘), bezeichnet die Situation eines Schuldners, seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Gläubiger nicht erfüllen zu können. Die Insolvenz ist gekennzeichnet durch akute Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit (mangelnde Liquidität) oder Überschuldung.

In Österreich und der Schweiz spricht man von Konkurs (von lat. concursus ‚Zusammenlauf‘), womit die Versammlung der Gläubiger zur gerichtlichen Teilung des Vermögens eines Schuldners gemeint ist. Auch in Deutschland wird häufig der Begriff Konkurs verwendet (bis zum Inkrafttreten der Insolvenzordnung zum 1. Januar 1999 waren das Konkursverfahren nach der Konkursordnung von 1877 oder ein Vergleichsverfahren nach der Vergleichsordnung von 1935 – bzw. auf dem Gebiet der ehemaligen DDR die Gesamtvollstreckungsordnung von 1990 – die gesetzlich geregelten Insolvenzverfahren in Deutschland). In Anlehnung an den englischen Begriff bankruptcy wird gelegentlich das Wort Bankrott verwendet. Daneben kommt in der Umgangssprache das Wort Pleite vor, das ebenso wie Bankrott stark negativ besetzt ist. Juristisch gesehen ist in Deutschland der Bankrott eine Straftat.

Die Art und Durchführung einer Insolvenz ist in den einzelnen Staaten unterschiedlich geregelt. Vom Insolvenzrecht ausgenommen sind insolvenzunfähige Schuldner

Rechtslage

Nach einer wechselvollen Geschichte des Konkurs- und Insolvenzrechts in Deutschland gibt es seit 1999 hauptsächlich zwei Verfahren:

Voraussetzung für die Regelinsolvenz sind:

  • eine selbstständige Tätigkeit
  • mehr als 19 Gläubiger
  • bestehende Forderungen aus Arbeitsverhältnissen (Löhne, Gehälter, Sozialversicherungsbeiträge)

Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, so wird bei natürlichen Personen das Verbraucherinsolvenzverfahren durchgeführt, wenn keine Einigung mit den Gläubigern erfolgt ist. Für den Einigungsversuch ist ein Zeitraum von sechs Monaten vorgesehen. Dieses Verfahren erlaubt eine Restschuldbefreiung nach sechs Jahren.

Statistik

Die Daten zum Insolvenzgeschehen beruhen auf den Angaben der Insolvenzgerichte. 2011 kam es in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes insgesamt zu 159.148 Insolvenzen. Der größere Teil davon entfiel auf Privatinsolvenzen (129.049), wobei es sich in der Mehrzahl um Verbraucherinsolvenzen (101.069) handelte. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen belief sich auf 30.099.[1]

Jahr

Insolvenzen
insgesamt

davon Unternehmensinsolvenzen[2]

davon Verbraucherinsolvenzen[3]

1998

033.977

027.828

0000000

1999

034.038

026.476

001.634

2000

042.259

028.235

006.886

2001

049.326

032.278

009.070

2002

084.428

037.579

019.857

2003

100.723

039.320

032.131

2004

118.274

039.213

047.230

2005

136.554

036.843

066.945

2006

161.430

034.137

094.389

2007

164.597

029.160

103.085

2008

155.202

029.291

095.730

2009

162.907

032.687

098.776

2010

168.485

031.998

106.290

2011

159.418

030.099

101.069

1-10 2012

127.891

024.208

082.955

Von den 24.208 Unternehmensinsolvenzen im Zeitraum Januar bis Oktober 2012 waren besonders folgende sechs Wirtschafstbereiche betroffen:

Unternehmens-
insolvenzen

Anteil in %

Wirtschaftsbereich

Betroffene
Beschäftigte

Voraussichtliche
Forderungen

3.091

12,8 %

Vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallationen und sonstiger Ausbau

10.062

0688.681.000

2.364

09,8 %

Gastronomie

05.807

0346.892.000

2.325

09,6 %

Einzelhandel (ohne Kraftfahrzeug-Handel)

38.802

1.666.457.000

1.453

06,0 %

Großhandel

07.139

2.102.881.000

1.375

05,7 %

Verwaltung und Führung von Unternehmen, Unternehmensberatung

01.829

4.956.893.000

1.117

04,6 %

Sonstiger Ausbau (Ausbaugewerbe, Baunebengewerbe)

02.821

0214.637.000

Quelle: Wikipedia, Stichwort "Insolvenz", Version vom  16:56, 26. Feb. 2013, abrufbar unter http://de.wikipedia.org/wiki/Insolvenz